Sonntag, 3. Juni 2012

Fluchtbericht von Georg Bylda (3)


Von Kolberg ging es mit der Eisenbahn über Stettin, Berlin, Stendal nach Osterburg Sachsen - Anhalt. Wo wir am 7.2.45 nach fünf Tagen Bahnfahrt eingetroffen waren.
Von Kolberg nach Osterburg
Von Osterburg, fuhren wir noch am gleichen Tage mit dem Bus nach Erxleben ca 12 km. Gertrud hatte dort eine zwei Zimmer Wohnung und war seit Weihnachten 1944 dort mit Olga Adolf und Johanna. 
Friedel und Olga in Ostpreußen

Schon am nächsten Tage den 7.2.1945 hatten wir im Ort eine zwei Zimmer Wohnung bei einer Bauers­frau gefunden. Doch Vater gelang es bald eine drei Zimmer Wohnung zu finden.
 
Von Osterburg nach Erxleben und Späningen
So zogen wir am 13.3.1945 von Erxleben ca. 25 km westlich nach Späningen Kr.Osterburg. Dort fanden wir auch gleich Arbeit bei den Bauern. Es war wohl der 10.4.1945 das die Amerikaner den Ort besetzten.
Juni 1945 wurde dieses Gebiet an die Russen abgetreten. Seit dieser Zeit wurde es für die jungen Frauen schwer, wie Gertrud und Hedwig da die Russen ihnen nachstellten. Sie hatten Glück, für eine Zeit im Krankenhaus Osterburg als Küchenhilfe unterzukommen.

Kommentare:

  1. Im Fluchtbericht taucht Späningen auf. Dorthin hat es auch meinen Schwiegervater verschlagen, zu dem ich leider keinen Kontakt hatte.
    Im damaligen Chaos scheint sich jeder selbst eine Bleibe gesucht zu haben. Wurden die Flüchtlinge irgendwann mal als solche registriert von den Besatzungsmächten (Amis, Russen) oder später von der Verwaltung?

    Mit Gruß
    Klaus Fiedler

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe keine Ahnung ob die Flüchtlinge registriert wurden. Wenn ja, sind vermutlich die Akten in der DDR verschwunden oder in Russland gelandet. Ich kenne jedenfalls kein Archiv. Aus den Flüchtlingsberichten ist nur zu erfahren, dass die Suchdienste Personen regisitriert haben.
    http://www.dhm.de/lemo/forum/kollektives_gedaechtnis/477/index.html

    AntwortenLöschen